Die Ausstellung mit Martin Gensbaur - Bilder und Claudia Kraml - Keramik fand zeitgleich zum Dießener Töpfermarkt statt. Die Arbeiten von claudia Kraml sind noch eine Weile im ADEBAR AM AMMERSEE zu bestaunen. Also nicht versäumen!
"Mein Hauptarbeitsmaterial ist Ton. Ich verwende ihn nicht nur für Form und Struktur, sondern auch als Geschichtenträger. Schicht um Schicht entstehen meine Wesen. Rau und schrundig sind sie. An unerwarteten Körperstellen sprießen Drahthaare, die an Vernachlässigung und Einsamkeit erinnern. Die stets lackierten Finger und Fußnägel, stehen im Kontrast zur groben Textur des Daseins und vermitteln einen letzten Hauch von Zuneigung und Selbstachtung. Trotz dieser Zerbrechlichkeit, tragen die Figuren eine stille Würde in sich. Ihre Präsenz ist kraftvoll und leise zugleich, wenn wir hinhören sprechen sie zu uns. Sie erzählen keine fertigen Geschichten, sie stellen Fragen und laden ein, innezuhalten. Sie zeigen die Fragilität des Lebens – ohne Sieger oder Täter, sondern als Zeugen dessen, was uns ausmacht. In einer Welt, die uns dazu drängt, stark und unverwundbar zu sein, zeigen meine Arbeiten die Kraft, die in der Akzeptanz der eigenen Verletzlichkeit liegt. Wesen der Fauna mit gleichsam menschlicher Anmutung. Sie entstammen aus einer Welt dazwischen. Jener Existenz zwischen Wach und Schlaf, dem Fremden und dem Nahen, dem Jetzt und der Erinnerung."
... so Claudia Kraml
*April 1977 in Kirchheim/Teck
bis 2014 berufliche Tätigkeit als Pflegefachfrau
ab 2014- 2019 Kunststudium an der Freien Kunstakademie Nürtingen mit Abschluss in den Bereichen Malerei und Keramik
lebt und arbeitet in Bissingen-Ochsenwang




